Krankentransport und Notfallrettung

Einen wichtigen Abschnitt bedeutete für die RK-Gruppe Wehingen die Einrichtung des Notfallrettungsdienstes und Krankentransports. Bedingt durch steigende Unfallzahlen und Notfälle in den Heuberggemeinden und hinsichtlich des langen Anfahrtsweges von Spaichingen aus, bemüht sich Dr. Buchholz, praktischer Arzt in Wehingen, um die Stationierung eines Krankenwagens in Wehingen.

Alter KTW

Das erste Fahrzeug stiftete Fabrikant Erwin Haller. Es konnte im Dezember 1969 in Dienst gestellt werden. Bei einem unverschuldeten und bedauerlichen Unfall im Jahr 1978 wurde das Fahrzeug total zerstört. Die Neubeschaffung konnte wieder, diesmal durch eine großzügige spende von Fabrikant Häring aus Bubsheim erfolgen. Eine der Schwierigsten Aufgaben war die personelle Besetzung des Krankenwagens während der Tageszeit. Schließlich konnte das Problem durch Zusage von Wehinger Unternehmer, Betriebsangehörige zu Transporten während der Arbeitszeit abzustellen, gelöst werden. Durch mehrtägige Ausbildung wurden die damals erforderlichen Kenntnisse vermittelt , die als Voraussetzung für den Einsatz erforderlich waren.

Verunfallter KTW

Folgende Sanitäter wurden ausgebildet und waren am Aufbau des Krankentransports maßgeblich beteiligt: Braunschweiger Peter, Domscheit Heinz, Fischer Sigismund, Koscher Toni, Kube Walter, Kusche Dieter, Nawrath Wolfgang, Pfenning Theo, Roßmann Josef, Scheck Dieter, Schneider Johannes, Timpe Eckhard, Timpe Karlheinz Ohne die Verdienste der anderen Helfer zu schmälern, muß hier ganz besonders Karl-Heinz-Timpe hervorgehoben werden, der in all den Jahren als Leiter des Krankentransportes in Wehingen, in hervorragender Weise diese Aufgabe erfüllte. Er war es, der immer wieder Mittel und Wege fand, die Wache in Wehingen am leben zu erhalten.

Neuer KTW

Durch das erhöhte Transportaufkommen, war es kaum mehr möglich, den Tagdienst durch ehrenamtliche Personal aufrecht zu erhalten. Dies führte in den Jahren 1974-1977 auch dazu, daß da Fahrzeug werktags während der Tageszeit nicht mehr besetzt werden konnte. Dies änderte sich erst, als der Gemeindeverwaltung Heuberg 1977 beim Bauamt Wehingen einen Mann einstellte, der den Tagdienst übernahm. Dank der ehrenamtlichen Helfer der DRK Gruppe Wehingen war der Nacht- und Wochenenddienst zwar nicht gefährdet, aber die wenigen Helfer waren total überfordert. Eine Entlastung der DRK Gruppe Wehingen konnte erfolgen, nachdem die Gemeinde Wehingen einen Bereitschaftsraum im Rathaus zur Verfügung stellte. Dadurch konnte auch auswärtige Helfer aus den angeschlossenen Gruppen zur Fahrzeugbesatzung herangezogen werden. Durch den Bau der Rettungswache, konnte die Unterbringung des Krankenwagens und der RK-Gruppe sehr gut gelöst werden. Mit der Einweihung am 20.08.1981 hatten die Sanitäter ihren Nacht- Wochenend- und Feiertagsdienst in der Rettungswache zu tätigen. 

Rettungswache Wehingen

Zwischendurch wurde der Tagdienst durch das Personal der Rettungswache Spaichingen übernommen, was aber aus Mangel an Personal wieder eingestellt wurde.

Rettungswagen 4-83/1

Ein neutrales Gutachten und der daraus resultierenden Umstrukturierung des Rettungsdienstes ist es zu verdanken, daß im Jubiläumsjahr 1996 ein Rettungswagen rund um die Uhr besetzt, in Wehingen stationiert wurde. Die Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste werden von ehrenamtlichen Wehingern und der Bereitschaft benachbarter Gruppen so wie Zivildienstleistende gestellt, die als Rettungshelfer, Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten ausgebildet sind. 

Rettungswagen 4-83/1 ab 2003